Sie sind hier: Aktuelles » Erneut Feueralarm in Nonnenweier

Erneut Feueralarm in Nonnenweier

Hausbrand

8. April 2010 BMI-Förderpreis "Helfende Hand 2010"

Die Rettung von verletzten Personen war eine der Aufgaben für die Feuerwehrleute bei der Frühjahrsübung in Meißenheim

3.Mai 2016

Dienstagabend in Schwanau
Gemeindeeigenes Wohnhaus in Nonnenweier stark beschädigt / Ein Schwerverletzter / Über 100000 Euro Schaden

In einem gemeindeeigenen Wohnhaus in Nonnenweier ist am Dienstagabend ein Feuer ausgebrochen. Ein Bewohner wurde dabei schwer verletzt, er ist jedoch außer Lebensgefahr. Für die Bewohner konnten Ausweichquartiere gefunden werden.

Gegen 21.30 Uhr am Dienstagabend ging der Alarm über den Brand in dem gemeindeeigenen Wohnhaus in dem eineinhalbgeschossigen Wohnhaus in der Nonnenweierer Hauptstraße. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, breitete sich das Feuer von innen in dem Gebäude aus; offene Flammen waren hierbei fast nicht zu sehen. Die Feuerwehren aus Schwanau und Lahr waren kurze Zeit nach der Alarmierung am Einsatzort.

Per Drehleiter gerettet

Zwei Bewohner wurden mittels Drehleiter von den Wehrmännern ins Freie gebracht. Beide waren durch die starke Rauchentwicklung leicht verletzt worden und mit dem Rettungswagen in die Kliniken nach Lahr und Offenburg eingeliefert.

Entwarnung bei 52-Jährigem

Schwerer erwischte es einen 52-jährigen Bewohner: Er wollte sich durch einen Sprung aus dem Fenster im ersten Stock in Sicherheit bringen. Dabei zog er sich neben den Brandwunden schwere Verletzungen zu. Er kam mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Freiburg. Anfangs hieß es, der Mann schwebe in Lebensgefahr. Am Mittwochnachmittag konnten Polizei und Staatsanwaltschaft Entwarnung geben: Der Mann sei auf dem Wege der Besserung. Einer der beiden leicht Verletzten konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Bis zum Morgen war die Feuerwehr aus Schwanau gemeinsam mit anderen Wehren zunächst mit der Brandbekämpfung, dann mit einer Brandwache beschäftigt. Ortsverwaltung und Kirchengemeinde von Nonnenweier kümmerten sich um die Versorgung der Einsatzkräfte.

Verpuffung war wohl schuld

Zur Begutachtung wurde am Mittwoch ein Sachverständiger hinzugezogen. Polizei und Gutachter gehen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht von vorsätzlicher Brandstiftung aus, sondern halten eine Verpuffung im Ofen für wahrscheinlich. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 100 000 Euro.

Für Orts- und Gemeindeverwaltung begann noch in der Nacht die Suche nach Ausweichquartieren für die Bewohner. »Das hat uns auch am Mittwoch noch ganz schön beschäftigt«, berichtete Bürgermeister Wolfgang Brucker gestern auf Nachfrage des Lahrer Anzeigers. In dem Haus waren Familien, aber auch Obdachlose untergebracht. Ortsvorsteherin Dagmar Frenk konnte gestern erleichtert Vollzug melden: »Es ist uns gelungen, für alle eine Lösung zu finden.« Einige sind bei Angehörigen oder Nachbarn untergekommen, für andere konnte in anderen gemeindeeigenen Häusern eine Bleibe gefunden werden.

Wohl auf Dauer unbewohnbar

»Ich bin sehr erleichtert, dass es nicht schlimmer gekommen ist«, so Brucker gestern weiter. Voraussichtlich wird das Haus auf Dauer unbewohnbar bleiben.
Es war bereits der zweite schwere Brand in Schwanau innerhalb von zwei Tagen. Erst am Montagnachmittag war ein Rinderstall in Ottenheim durch ein Feuer komplett zerstört worden.


Autor:
Michael Müller

Quelle:http://www.bo.de

14. Mai 2016 08:37 Uhr. Alter: 3 Jahre